Dehnungsstreifen behandeln – welche Möglichkeiten gibt es?

Dehungsstreifen BehandelnDehnungsstreifen sind vor allem für Frauen ein unerfreuliches Problem, doch ist es ein Bereich, der bei Weitem nicht nur Frauen betrifft. Auch Männer können unter Dehnungsstreifen leiden, wenngleich sie auch in den meisten Fällen mit dieser Thematik anders umgehen als es bei Frauen der Fall ist. Die Ursachen für Dehnungsstreifen sind so vielfältig, wie deren verschiedenen Behandlungsmethoden. Wir wollen Ihnen auf unserer Seite Tipps geben wie Sie Dehnungsstreifen behandeln können, auch zuhause und ohne teure Geräte.

In den meisten Fällen treten Dehnungsstreifen nach einer starken Diät oder einer Schwangerschaft auf. Doch auch ein vererbtes sehr schwaches Bindegewebe kann ursächlich für das Auftreten dieser unschönen Erscheinungen auf der Haut sein. Werden Dehnungsstreifen vor allem nach strengen Diäten oder einer Schwangerschaft nicht behandelt, so entstehen hieraus unter Umständen äußerst unschöne Narben. Diese sind in erster Linie dann besonders kritisch, wenn die Badesaison beginnt und die Bikinis wieder aus dem Schrank geholt werden.

Sicher ist es ratsam, der Entstehung von Dehnungsstreifen direkt in deren Entstehung entgegenzuwirken. Diesen Punkt übersehen jedoch die meisten und so gilt es dann Dehnungsstreifen in ihrer vollen Pracht zu Leibe zu rücken. Hier stehen den Betroffenen die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung. Welche letztlich für den Einzelnen zum größten Erfolg führt, hängt auch ein wenig davon ab, wie das Bindegewebe beschaffen ist, wie weit die Entstehung der Dehnungsstreifen schon vorangeschritten ist.

Natürliche Methoden und Mittel zur Bekämpfung von Dehnungsstreifen

Obgleich es hier natürlich nicht immer eine Garantie gibt, sind dennoch zahlreiche sanfte Mittel und Methoden vorhanden, die sich eignen um den Dehnungsstreifen den Kampf anzusagen. Um hier mit den sanften Methoden auch zum Erfolg zu kommen ist es wichtig, dass mit der Behandlung der Dehnungsstreifen nicht allzu lange gewartet wird. Je früher die Betroffenen versuchen, ihnen entgegenzuwirken, umso größer sind die Chancen auf Erfolg.

Als ganz besonderes altes Hausmittel gelten in diesem Zusammenhang die Kompressen aus Frauenmantelabsud.  Diese Methode sollte in jedem Fall unbedingt ausprobiert werden, bevor zu chemischen Mittel oder gar operativen Techniken gegriffen wird. Hierfür muss eine gute Handvoll des Frauenmantelkrauts mit einem Liter kochenden Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen werden.  Nach dem Abseihen einfach ein Tuch in dem Sud tränken. Diese Kompressen können zweimal täglich für gute eine viertel Stunde auf die betroffenen Stellen gelegt werden.  Dies ist vor allem für Schwangere eine äußerst schonende und in den meisten Fällen auch effektive Möglichkeit. Nicht Schwangere können hier auch den stärker wirkenden Ackerschachtelhalm verwenden. Hiervon werden ungefähr vier Teelöffel mit einem Liter Wasser richtig aufgekocht, anschließend sollte das Ganze noch etwa fünf Minuten sachte weiter vor sich hin köcheln, dann kann abgeseiht werden. Sobald dieser Sud etwas abgekühlt ist, kann die Kompresse aufgetragen werden.

Dehnungsstreifen behandeln mit Wechselduschen

Auch Wechselduschen sind ein effektives und beliebtes Mittel, um Dehnungsstreifen entgegenzuwirken. Während der Schwangerschaft sollte darauf geachtet werden, dass diese Wechselduschen nur an Beinen und Po durchgeführt werden. Nicht schwangere können sie natürlich am ganzen Körper durchführen.  Durch Wechselduschen wird die Durchblutung der betreffenden Stellen wieder enorm angeregt, was zu einer Kräftigung vom Bindegewebe führt.

Orangen und Zitronen sind auch bekannte und bewährte Mittel, den Dehnungsstreifen den Kampf anzusagen. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese Methode nur bei unempfindlicher und nicht geschädigter Haut zum Einsatz kommt. Der Saft aus der unbehandelten und gewaschenen Frucht wird auf die betreffenden Stellen gerieben. Er sollte unbedingt eine Weile einziehen bevor mit kaltem Wasser nachgespült wird.  Die Säure soll hierbei die Poren und die Bindehaut stärken sowie die Bildung von Collagen bewirken. Ähnlich wirkt auch der Kartoffelsaft. Auch hier sollte die betreffende Stelle mit einer halbierten gewaschenen Kartoffel eingerieben werden.

Auch Obstessig hat sich in diesem Zusammenhang schon als sehr effektiv erwiesen. Hier werden ein Esslöffel Bio Apfelessig mit einem halben Liter kalten Wasser gemischt und die betreffenden Stellen mit Hilfe eines Waschlappens betupft und abgerieben.

Ähnlich wirkt auch Aloe Vera. Hier gibt es im Handel spezielle Gels aus reiner Aloe Vera. Das Geld wird auf die entsprechenden Stellen aufgetragen und erst nachdem es vollkommen abgetrocknet ist, wird es mit klarem Wasser abgespült.

Nicht ganz appetitlich dafür jedoch hochwirksam ist pures frisches Eiweiß. Dieses wird ebenfalls auf die Dehnungsstreifen aufgetragen und muss vollständig antrocknen, bevor es abgewaschen wird. Anschließend sollte die Haut ausgiebig mit Olivenöl behandelt werden. Eiweiß enthält viele Aminosäuren und wirkt sich daher positiv auf das Bindegewebe und die gesamte Haut aus.

Daneben finden sich im Handel zahlreiche Cremés und Öle, die den Dehnungsstreifen den Kampf ansagen sollen. Hier sollte möglichst darauf geachtet werden, dass diese aus rein natürlichen Mittel hergestellt wurden um die Haut nicht unnötig noch mehr zu strapazieren. Vor allem bei der Verwendung von Ölen eigenen sich für das Auftragen richtige Zupfmassagen. Dies regt die Durchblutung an und fördert die Stärkung des Bindegewebes. Bei Cremés sollte eine richtige Massage verwendet werden, um die Cremé aufzutragen. Wichtig ist, dass sowohl Öl als auch Cremé die Möglichkeit haben, gut in die Haut einzuziehen, da sie beide ihre volle Wirkung erst von innen heraus entfalten.

Langfriste Lösung: Sport

Besonders wichtig bei der Behandlung von Dehnungsstreifen ist jedoch der Sport. Hier ist es vollkommen gleich, ob es sich bei der Betroffenen um eine Schwangere handelt oder nicht. In beiden Fällen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, durch gezielte Übungen entweder direkt der Entstehung von Dehnungsstreifen entgegenzuwirken. Durch gezielte Sportübungen wird die Durchblutung angeregt und das Bindegewebe gestrafft.

Bei besonders starken Fällen bleibt meist nur noch ein medizinischer Eingriff. Auch hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Besonders beliebt ist hier die Lasertherapie. Vom Laser werden winzige Lichtblitz erzeugt, welche die Aufbereitung von Collagen bewirkt, was die Entstehung von neuem Gewebe bewirkt. Die Laserbehandlung gehört zu den beliebtesten Behandlungsmethoden zum Entfernen der Dehnungsstreifen. Mher darüber erfahren Sie in unserem Artikel Dehnungsstreifen lasern.

Auch die Ultraschallbehandlung erfreut sich großer Beliebtheit und ist auch ziemlich effektiv gegen Dehnungsstreifen. Im Vergleich zur Lasertherapie ist die Ultraschallbehandlung die wesentlich sanftere Methode. Bei dieser Methode werden durch die entstehenden Schwingungen entstehen Zwischenräume im Gewebe, wodurch die Aufnahme von regenerativen Wirkstoffen erleichtert wird. Zeitgleich werden die Stoffwechselprozesse angeregt und es kommt so zu einer besseren Durchblutung des Gewebes. Hier sind jedoch mehrere Sitzungen nötig, um auch einen wirklichen Erfolg sehen zu können. Dafür handelt es sich bei der Ultraschallbehandlung um eine sanfte und mit etwa 30 Euro pro Sitzung auch um eine recht günstige Methode.

 

 

 

 

Kommentieren ist momentan nicht möglich.